Der menschliche Darm gliedert sich in zwei wesentliche Teile: Dünndarm und Dickdarm.
Nachdem die Nahrung den Magen passiert hat und dort durch die Magensäfte in ihre Bestandteile aufgelöst wurde, gelangt sie in den vier bis fünf Meter langen Dünndarm, der in vielen Schlingen im Bauchraum liegt. Dort werden die
nützlichen Anteile der Nahrung weiter verdaut und durch die Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen. Der Rest gelangt weiter in den Dickdarm (Kolon), der 1,50 bis 1,80 m lang und wie ein umgekehrtes U gelagert ist. Er beginnt rechts
unten im Bauch (der Blinddarm ist ein sackartiger Darmanteil am Übergang zwischen Dünn- und Dickdarm), steigt nach oben, führt zur anderen Körperseite und dort wieder hinunter.
Die letzten 15 bis 20 cm sind noch einmal
besonders abgegrenzt; man nennt diesen Abschnitt vor dem Darmausgang den Mastdarm (Rektum). Dieser wird durch ein System von Muskeln, darunter der Schließmuskel, nach außen verschlossen. Im Dick- und Mastdarm werden die nicht
verdauten Teile der Nahrung durch Wasserentzug eingedickt und für die Entleerung gesammelt. Die zunehmende Füllung des Mastdarms schließlich löst den Drang für die Stuhlentleerung aus.
Zum Verständnis
Das Verdauungssystem ist ein sehr exponierter Bereich, er verfügt über die größte Überfläche des Körpers. Die Oberfläche der Haut umfasst etwa 2 m2. Die Lungen etwa 80 m2. Die Oberfläche des Verdauungssystems etwa 300 m2.